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Beiträge zu:

Der Baader Meinhof Komplex
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Der Baader Meinhof Komplex
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Hallo, bin Ende der 60. geboren und bin von dem Film absolut überrannt worden. Dieser Film macht einem sehr betroffen und nachdenklich. Es stimmt, daß die Szenen und Jahre nur so an einem vorbei rasen, aber wer sich danach noch die Zeit nimmt über diesen Film nachzudenken, wird ihn einfach nur als Super bezeichnen. Es waren 150 Minuten absolute Spannung.
Die Bildausschnitte sind teilweise so brutal und hart, dass auch ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Kind von 12 Jahren diesen Film verkraften kann. Im Gegensatz müsste Harry Potter ohne Altersbeschränkung laufen!!!!!
Wahrscheinlich werde ich sogar noch einmal in diesen Film gehen um ihn einfach besser verstehen zu können und die vielen kleinen Einzelheiten noch einmal genauer aufzunehmen. Dieser Film ist einfach ein "MUSS", für jeden der sich über Politische Ereignisse und über den Lauf der Zeit Gedanken macht. Wenn ich natürlich nur auf Aktion oder sonstige Unterhaltung abfahre, der wird und kann diesen Film einfach nicht verstehen.
Autor: ranadalu
erstellt: Mittwoch, den 05.11.2008 15:25 Uhr
Hab mir den Film nun auch angeschaut und war durch meine zurückhaltende Vorahnung nicht überrascht. Es ist halt schwer, wenn man einen politischen und sozialen Film dreht, ohne die politischen und sozialen Hintergründe und Gegebenheiten wirklich darzustellen oder gar zu beleuchten. Auch die Charaktere sind halt einfach nur da. Keine Hintergründe, kein einziger Hinweis, warum ihre Haltung und Einstellung sich in solchen Gewaltausmaßen ausdrückt und und und. Wie ich schon vermutet habe, ist der Film schön oberflächlich. Was Nettes für die Sonntagabendunterhaltung im ZDF und an sich fand ich ihn auch unterhaltend, aber wenn man bedenkt, worum es in dem Film eigentlich geht oder gehen sollte und welche Intentionen der Regisseur mit Sicherheit verfolgte, dann ist es eher eine Enttäuschung. 10 Jahre und die ganzen Ereignisse in 2 Stunden zusammengeklatscht. Der Zuschauer wird quasi bombadiert, ohne auch nur einmal die Chance zu bekommen, Gesehenes zu verarbeiten. Eine Aneinanderreihung von sicherlich teilweise beeindruckenden Bildern, die einem Unwissenden leider gar nichts vermitteln. Wie gesagt, nicht umsonst ging die Dokumentation, die ich damals darüber gesehen habe, über 7 Stunden. Für einen an der Zeit nicht interessierten Zuschauer ein guter Unterhaltungsfilm, den man sich ruhig ansehen kann. Für Leute, die ein wenig mit der Zeit vertraut sind oder etwas darüber erfahren möchten, bleibt danach die Ernüchterung, da man mit starken Eindrücken bombadiert wird und letztendlich kaum was damit anfangen kann. Traurig dabei ist, dass die einzelnen Figuren wirklich sehr gut gespielt werden und man durch die Schauspieler die Möglichkeit gehabt hätte, ein wirkliches Profil der einzelnen Charaktäre darzustellen. Dazu hätte der Film aber mindestens 4 Stunden gehen müssen, was meiner Meinung nach eigentlich kein Problem in der heutigen Zeit sein sollte. Allerdings wären dann natürlich die Zuschauerzahlen nicht so hoch gewesen, da ich davon ausgehe, dass der Teil, den die Zeit und die Hintergründe wirklich interessieren und die dafür auch gerne eine längere Filmdauer in Kauf genommen hätten, relativ klein und deswegen nicht Konsumfähig ist. Es weicht also die ernsthafte und tiefgrünidge Auseinandersetzung mit diesem Thema wieder einmal dem Konsumgedanken und das macht die ganze Sache eigentlich so traurig. Dennoch sollte man ihn sich anschauen, um sich ein eigenes Bild zu machen.
Wer wirklich unbeschwert unterhalten werden möchte, dabei Romantik, Witz, Charme und auch ein wenig Gesellschaftskritik ertragen kann, der sollte sich WALL.E angucken, einfach nur ein schöner Film.
Autor: phillo1
erstellt: Samstag, den 18.10.2008 23:09 Uhr
Ich selber bin 1970 geboren. Als Kind achtet man natürlich nicht auf Nachrichten über Terrorismus.
Um mich auf den Film einzustellen,lass ich viel im Internet und schaute mir die 3 Stündige Reportage im ARD an. Gerade die Reportage hat mich doch sehr beeindruckt.
Ich freute mich letzendlich riesig auf dem Film,denn jetzt wusste ich was auf mich zukommen würde.
Als der Film dann zu Enda war, war ich masslos entäuscht. Die wichtigen Sachen, wie die Schleyer Entführung, sowie die Flugzeugentführung wurde kaum gezeigt. Dann endet der Film auch noch so apruppt.
Ne,ehrlich.... der Film hat überhaupt nicht das gehalten,was er versprochen hat. Ich selber komme aus Erftstadt Liblar, also genau von dort, wo Herr Schleyer entführt worden ist. Aber weder von dem Hochhaus noch sonst ein Detail wurde darüber gezeigt.
Vielleicht hätte man einen Zweiteiler drehen müssen, da der Film mit den 150 Minuten EINDEUTIG zu kurz war!!!
Ich werde mir jetzt das Buch besorgen, denn die Reportage hat mich doch sehr neugierig gemacht.
Ich gebe dem Film 2 von 5 Möglichen Punkten, da aus meiner Sicht viel zu viel weggelassen wurde.
Anzumerken ist allerdings noch, dass ich es eine bodenlose Frechheit finde, diesen Film bereits ab 12 Jahren freizugeben! Da sind extrem gewalttätige Szenen drin, die ein 12 Jähriges Kind lieber nicht sehen sollte.
Ich frage mich echt, wie so ein brutaler Film ab 12 Jahren freigegeben werden konnte.
Da muss man sich echt nicht wundern, das Jugendliche immer agressiver werden!
Autor: magicmolli@aol.com
erstellt: Mittwoch, den 08.10.2008 00:35 Uhr
Kann dem Autor in allen Punkten beipflichten.
Was dies FSK angeht, die den Fil für 12jährige einstuft: Frechheit. The Dark Knight erhält eine Altersfreigabe ab 16. Da muß man sich doch sehr wundern.
Autor: Andi71
erstellt: Donnerstag, den 09.10.2008 12:45 Uhr
Ich muss sagen,dass in geschichtlichen Filmen mein grösstes Interesse liegt.Und der Film ist jetzt nicht der ultimativ geile Film.Er hat genau die Dosis Spannung,Action und Hintergrund das es sich auf jeden Fall lohnt ins Kino zu gehn.
Autor: daniel12680
erstellt: Dienstag, den 07.10.2008 13:44 Uhr
Gibts nicht viel zu zu sagen. Der Film war in Ordnung. Das ganze in 150 Minuten unterzubringen ist zwar schwierig, aber hat ganz gut gepasst soweit. Das Stück Deutsche Geschichte sollte man sich zumindest mal angesehen haben. Besonders die jüngeren, die noch relativ wenig von der RAF wissen.
Autor: Matrixx
erstellt: Sonntag, den 05.10.2008 01:08 Uhr
Ich habe den Film gestern gesehen und hatte mich auch nicht darauf eingestellt, dass er besonders gut sein würde, zumindest wenn man sich an den teils vernichtenden Kritiken der letzten Wochen orientierte.
Da ich den Aust gelesen habe, fand ich es sehr interessant den Vergleich mit dem Film zu haben.
Nun ja viele Passagen wurden 1:1 aus dem Aust übernommen, was prinzipiell nicht falsch ist, wenn man bedenkt, welche intensive Recherchen dem Buch voraus gegangen sind. Aber und das ist meinerseits das größte Manko, fehlen die Zusammenhänge im Film, Charaktere wurden tw. wenig oder gar nicht vorgestellt, Baader wurde in seiner Rolle zur cholerischen Witzfigur degradiert und überhaupt fehlte eine vernünftige Beschreibung der Motivationen der Terroristen.
Das Anreißen eben solcher Sachen, die fehlende kritische Auseinandersetzung, d.h. eine kausale zweiseitige Betrachtung unter Einbeziehung historischer Ereignisse, lässt den Film oberflächlich und kommerziell wirken.
Der Lehrauftrag wurde nicht erfüllt - aber wenigstens, weiß die Jugend nun wer Baader, Ensslin, Meinhof und Dutschke waren, dass diese viel rumgeballert haben, sich aufgelehnt haben, so wie all die "großartigen" Computerspielhelden.
Vor kurzen habe ich den wohl passendsten Verglich gehört:
BM-Komplex verhält sich zu einem historischen Film, wie ein Porno zu einem Liebesfilm.
Kauft euch das Buch, das ist ebenso teuer, wie eine Kinokarte, nur um das dutzendfache besser!
Autor: flopp
erstellt: Mittwoch, den 01.10.2008 17:01 Uhr
Viele Leute in Deutschland glauben das unser Land keine großen Filme herausbringen kann aber das stimmt nicht was mit diesem Film zu beweisen ist. Dieser sollte meiner Meinung nach Pflichtprogramm für jeden sein. Ich selbe bin erst am Ende der DDR geboren und konnte nicht viel mit der RAF anfangen aber dieser Film hat es geändert. Bruno Ganz liefert eine Glanzleistung genau wie der größte Teil der Schauspielliga. Manche Szenen sind sehr gewalttätig ausgefallen deswegen kann ich nicht wirklich nachvollziehen warum der Film ab 12 ist. Es ist im Kino sogar vermerkt das Kinder ab 6 Jahren in Begleitung ihrer Eltern diesen Film sehen können.
Autor: dodohase
erstellt: Sonntag, den 28.09.2008 19:29 Uhr
Ich war gestern in dem Film und bin zur Pause mehr als maßlos enttäuscht gegangen. Der Film gibt sich als Drama, ist aber eher eine sehr schnelle, brutal-blutige und oberflächige - z.T. zusammenhanglose- Möchtegern-Dokumentation. Er erzählt die Geschichte der RAF von ihrer Entstehung bis hin zum "Deutschen Herbst" - fast ausschließlich aus der Sicht der Terroristen. Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse und Stimmungen in den 10 Jahren werden dem Zuschauer nahezu vollständig vorenthalten. Die Opferperspektive (z.B. die Angehörigen von Schleyer und Ponto) fehlt vollständig, so dass ein sehr einseitiges Bild entsteht.
Dieser Filmansatz bietet den Schauspielern keinerlei Möglichkeit, die Charaktere mit Leben zu erfüllen - verschenktes Potenzial.
Das Geld kann für den Kinobesuch kann sich bedenkenlos schenken und in bessere Werke investieren:
- Buch: das gleichnamige Buch von Stefan Aust;
- Dokumentation: "Das Todesspiel";
- Spielfilm: "Starbuck Holger Meins" und mit Abstrichen "Baader"
Autor:
erstellt: Sonntag, den 28.09.2008 06:58 Uhr
10 Jahre RAF in 2,5 Stunden zu hinterleuchten, birgt natürlich das Risiko, Zusammenhänge nur oberflächlich oder gar nicht darzustellen. Aber das muss eigentlich jedem, der sich diesen Film ansehen will, klar sein. Sicher gibt es Szenen, die eigentlich einer intensiveren Erklärung bedurft hätten - keine Frage. Gerade jüngere Leute, die die Materie nur vom Hörensagen her kennen, können bestimmte Zusammenhänge nur schwer nachvollziehen, ein Schicksal, welches auch diverse Hollywood-Produktionen zu beklagen haben. Angeblich soll diesem Kinofilm aber noch eine TV-Ausstrahlung in epischer Breite folgen - länger und hintergründiger.
Es stimmt, der Film schildert die Ereignisse fast ausschließlich aus Sicht der Terroristen... aber ist es nicht das, was den Zuschauer interessiert? Einer Reaktion geht immer eine Aktion voraus. Interessiert nicht die Frage nach dem Warum? Warum gab es die RAF,? Was waren ihre Motive? Was waren ihre Ziele?
Für mich persönlich der Film des Jahres - 6 von 5 Sternen!!!
Autor:
erstellt: Sonntag, den 28.09.2008 14:47 Uhr
So etwas kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber gut, jeder hat seine Meinung.
Ich kann den Film jedem ans Herz legen - unbedingt anschauen!! Selbst Leuten, die nicht besonders mit der RAF - Materie vertraut sind, wird hier ein guter Einblick in diese gewährt (gut, es kommt schon vor, dass man sich selbst einige Zusammenhänge herstellen muss, weil z.B. nie explizit erwähnt wird, dass sich die Gruppe zur RAF bekennt). Ein brilliant agierender Moritz Bleibtreu und ein ebenso gut spielender Bruno Ganz sind da bloß die Draufgabe. Was die Besetzung an sich betrifft, so hätte sie nicht besser gewählt sein können. Denn meiner Meinung nach, können bloß deutschsprachige Schauspieler diese Rollen authentisch wiedergeben - was so viel heißt wie, dass Hollywood diese 10 Jahre Geschichte um die es hier geht, nie so rüber gebracht hätte.
Gänzlich alle Fragen, die an diesen Film gestellt werden, werden beantwortet. Für mich ist es kein Drama, dass die Opferrolle nicht besonders hervorgehoben wird, denn das kann man sich in etwa denken. Wichtiger, so schien es mir, war es die Charaktere der Terroristen zu beleuchten und in diesem Zusammenhang quasi den Link zur Justiz herzustellen.
Der Baader - Meinhof - Komplex: 5 von 5 Punkten!
Autor: _DieseL_
erstellt: Sonntag, den 28.09.2008 12:54 Uhr
Hey@all...
Warum schreibt denn keiner mal ne Kritik hier? Mich würde mal interessieren,wie der Film so ist!!!
Autor: magicmolli@aol.com
erstellt: Samstag, den 27.09.2008 11:42 Uhr
Die Kritik hast du aber schön von cinema.de abgeschrieben. Volltrottel.
Autor: Ladyboy
erstellt: Samstag, den 27.09.2008 22:39 Uhr
Ich bin der Geist, der stets verneint - daher fällt meine Einschätzung auch entsprechend negativ aus.
Der Film möchte 10 Jahre RAF in 2,5 h wiedergeben. Schon allein dieser Anspruch, muss den Film scheitern lassen. Sicherlich ist er bestens bis ins letzte Detail recherchiert .Das Duo Eichinger/Edel hetzt den Zuschauer atemlos von Berlin, nach Darmstadt, Jordanien, Stammheim usw. usf. Alles wird chronlogisch abgearbeitet, bleibt jedoch unkommentiert. Vielfach werden Handlungsteile aneinandergereiht, die nicht notwemdigerweise mit einander in Verbindung stehen. Wer sich vorher mit dem Thema RAF beschäftigt hat, kriegt die Zusammenhänge noch hergestellt . Für alle anderen wird es verdammt schwer, den Überblick zu bekommen.
Die Charaktere Baader, Meinhof und Ensslin werden sehr grob umrissen, bleiben aber trotzdem seelenlos. Später tauchen zentrale Figuren der der 2. Generation der RAF (Mohnhaupt, Klar) aus dem nichts auf - schießen und bomben. Deren Motive sowie die Reaktion der Gesellschaft bleiben wie so vieles andere unklar. Schade, dass sich das erstklassige Schauspieler-Ensemble dafür hergegeben hat.
Der Film taugt nicht einmals Einstieg in die Thematik.
0 von 5 möglichen Filmrollen
"Das Todesspiel" sowie "Black Box BRD" sind weitaus besser geeignet sich mit diesem Zeitabschnitt der deutschen Nachkriegsgeschichte zu nähern.
Autor:
erstellt: Samstag, den 27.09.2008 15:30 Uhr